Antonia Fehrenbach
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Erzählen bedeutet neue Erfahrungen machen.  

Das Projekt: Segeberger Erzählertreffen


Wer seine Lebensgeschichte oder Episoden daraus für Familie, Freunde und andere Menschen festhalten möchte, schreibt sie auf oder lässt seine Biografie erstellen. Inzwischen werden Städte-Biografien in Museen als Kunstwerke ausgestellt. Weshalb also nicht die „Biografie“ eines Projektes verfassen?

Der 21. Mai 2010 ist die Geburtsstunde des Segeberger Erzählertreffens.

Sie, liebe Leser und Leserinnen, sind online mit dabei, können hier erfahren, wie es weiter geht, denn hier sollen alle wichtigen Schritte chronologisch festgehalten werden. Aktuelles finden Sie ganz oben, für die Anfänge müssen Sie zurückblättern. Es steht Ihnen frei, sich mit Ideen, Vorschlägen, Tipps und Geschichten an seinem guten Gedeihen zu beteiligen. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail. Ihr Beitrag kann in Absprache mit Ihnen hier eingestellt werden.

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23. Februar 2013: Wer zieht die Fäden?



Liebe Antonia,

das war ein interessanter, nahegehender Abend gestern in der Remise. Die beiden, Christiane Büch und Thomas Michael Gehm, haben vieles von sich preisgegeben, wozu ich nicht (noch nicht?) bereit gewesen wäre. Bei Vielem, was Christiane Büch erzählt hat, z.B. über ihren Nervenzusammenbruch und ihren Aufenthalt in der Psychiatrie habe ich gedacht, „Ist das jetzt wirklich nötig?“

Im Nachhinein finde ich, ja, das gehört zu ihrer Biografie, das ist Ihr gelebtes Leben. Dass wir diese Probleme immer unter den Teppich kehren wollen, unsere Schwächen gern verstecken möchten, ist unsere eigentliche Schwäche – aber auch das gehört zu unserer Biografie. Davon haben sich die beiden frei gemacht. Sehr mutig! Sie noch mehr als er.

Inge und ich haben gestern abend noch lange über das Gespräch der beiden gesprochen.
Ich denke an dem Thema „Erzählte Biografien“ könntest Du noch eine Weile bleiben – wenn Dir denn nicht die Gesprächs-/ Erzählpartner ausgehen. Für mich sind Biografien überhaupt etwas unendlich Spannendes. Und Esoterik hin oder Esoterik her, es gibt in allen gelebten Biografien immer wieder „Umkehrpunkte“, Situationen, in denen ein Mensch an eine Stelle kommt, wo er meint, dass jetzt alles zu Ende wäre und es nicht weiterginge. Es geht aber doch – meistens jedenfalls. Und im Rückblick kommt er dann fast immer zu der Erkenntnis: „Gott sei Dank, dass ich damals ‚gegen die Wand‘ gelaufen bin. Daraus hat sich für mich etwas entwickelt, das lebensnotwendig war. Das war meine Rettung.“ Fast jeder, mit dem ich über das Thema sprach, hat mir so etwas aus seinem Leben bestätigt.

Wer zieht da die Fäden bzw. bringt den Menschen in diese Situationen?

Das für mich besonders Verblüffende an dieser Tatsache ist, dass diese ‚Wendepunkte‘ im Leben immer zu ganz bestimmten Zeitpunkten auftreten. Schau Dir mal Biografien an.

Vielen Dank Dir und den beiden für den spannenden Abend.
Liebe Grüße Ronald

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