Antonia Fehrenbach
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Erzählen bedeutet neue Erfahrungen machen.  

Das Projekt: Segeberger Erzählertreffen


Wer seine Lebensgeschichte oder Episoden daraus für Familie, Freunde und andere Menschen festhalten möchte, schreibt sie auf oder lässt seine Biografie erstellen. Inzwischen werden Städte-Biografien in Museen als Kunstwerke ausgestellt. Weshalb also nicht die „Biografie“ eines Projektes verfassen?

Der 21. Mai 2010 ist die Geburtsstunde des Segeberger Erzählertreffens.

Sie, liebe Leser und Leserinnen, sind online mit dabei, können hier erfahren, wie es weiter geht, denn hier sollen alle wichtigen Schritte chronologisch festgehalten werden. Aktuelles finden Sie ganz oben, für die Anfänge müssen Sie zurückblättern. Es steht Ihnen frei, sich mit Ideen, Vorschlägen, Tipps und Geschichten an seinem guten Gedeihen zu beteiligen. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail. Ihr Beitrag kann in Absprache mit Ihnen hier eingestellt werden.

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25. Februar 2013: Ich Eisen - Du Kraut Wie es anfing ...



Betr.: Einladung zu einem Erzählprojekt

Schmalensee, den 30. Mai 2012
Liebe Frau Büch,
            lieber Herr Gehm,
ich möchte meinen Brief mit einem Bild beginnen: Ich sehe einen Garten, nein, jetzt sehe ich zwei Gärten. Ein Pfad führt vom einen Garten zum anderen. Nein, es ist ein Bach und ich höre Wasser fließen. Jetzt traue ich mich und setze ein Papierschiffchen darauf ab. Schon treibt es mit der Strömung fort und ich verliere es für einen Moment aus den Augen. Da, hinter der nächsten Biegung, taucht es wieder auf, ein weißes Leuchten wie ein Hoffnungsschimmer und dann ist es verschwunden. …
Ich denke, dass es jetzt bei Ihnen angekommen ist und wenn Sie es aufnehmen und entfalten, werden Sie folgendes lesen:
Einladung
Jedes Jahr in der dunklen Zeit laden wir zu einem Erzählabend nach Bad Segeberg ein. Zwei Abende hat es bisher gegeben: der erste fand in der Remise statt, der zweite in der Villa Flath. Beim ersten Mal war es ein Geschwisterpaar, das von seiner Reise nach Ostafrika erzählte. Das zweite Mal kam ein Clown-Duett zu uns. Mit Geschichten und Anekdoten entführten uns die beiden Frauen in die unverstellte Welt des Clowns.  (nachzulesen im Blog unter www.antonia-fehrenbach.de)
Wir, dass sind Edda Runge und ich. Frau Runge ist die Veranstalterin und ich akquiriere die LaienerzählerInnen und bereite zusammen mit ihnen den Erzählabend vor. Die anderen oder das Publikum ist eine überschaubare Schar von treuen Segeberger Kulturinteressierten, die unsere Initiative mit Neugier und Wohlwollen begleitet. Unser Konzept stets zwei einander vertraute Erzähler auf die Bühne zu holen, hat sich bewährt. Denn was sind Geschichten ohne Beziehung zwischen den Menschen, die von sich erzählen? Es ist das Bezogensein der Erzähler und Erzählerinnen aufeinander, das ihre Schilderungen so lebendig werden lässt.
Im kommenden Winter (voraussichtlich Ende Februar 2013) möchten wir das Thema „Garten“ auf die Erzählbühne bringen und möchten Sie, Frau Büch und Herr Gehm, dazu  einladen, unsere Erzähler zu sein. Es ist noch eine Weile bis dahin, genügend Zeit, um viele Papierschiffchen mit Ideen und Gedanken beladen, zwischen den Gärten hin und her zu schicken. Die Erfahrung zeigt, dass dies sehr wichtig ist. Erste Gespräche sind dazu da, sich kennen zu lernen, ein gemeinsames Thema zu finden, zu entscheiden, ob „ja“ oder „doch nicht“. Der Boden, den wir beschreiten, sollte auch tragen und mehr noch, es sollte lustvoll sein und Freude aufkommen, sich anderen mitzuteilen. Bisher haben mir „meine“ ErzählerInnen stets  vermittelt, dass die Zeit der Vorbereitungen für sie eine große Bereicherung war, dass ihnen der Gedankenaustausch neue „Einblicke“ geschenkt hat und dass sie sich auf der Bühne sehr wohl gefühlt haben. Selbst für die auf Bühnen erfahrenen Clowninnen war der Weg dorthin sowie ihr Auftritt als Erzählerinnen eine neue Erfahrung.
Sie fragen, was ich davon mitnehme? Ich bin Autorin und Biografin und interessiere mich für Menschen und ihre Lebensgeschichten. Seit nunmehr 4 Jahren lebe ich in Schleswig-Holstein, bin somit noch neu in der Region. Das Erzählertreffenentstand aus dem Wunsch heraus, mit meiner Arbeit bekannter zu werden. Mittlerweile ist es für mich ein eigenständiges Projekt geworden, das ich nicht missen möchte.
Habe ich Ihre Neugier geweckt? Dann rufen Sie mich an oder Sie lassen ein Papierschiffchen zu Wasser. Unsere Gärten liegen so weit nicht auseinander.

Herzliche Grüße

Ihre

Antonia Fehrenbach


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